Rezensionen


Roberto Saviano
Der Clan der Kinder

Roman, Hanser, München 2018

„Saviano hat […] einen fesselnden Noir-Krimi geschrieben – der übrigens mit beeindruckendem Gefühl für sprachliche Nuancen auf Deutsch übersetzt wurde.“
Susanna Bastaroli, Die Presse am Sonntag, 24.02.2018

Valeria Parrella
Liebe wird überschätzt

Erzählungen, Hanser, München 2017

„Parrellas Sprache, von der Übersetzerin Annette Kopetzki, mit viel Gespür für den richtigen Ausdruck ins Deutsche gebracht…“
Julia Schröder, Deutschland Büchermarkt, 30.01.2018

Christian Frascella
Bet empört sich

Roman, Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt/M. 2015

„Es geht ums Sprechen in diesem Buch, miteinander, übereinander, füreinander, nur nie gegeneinander. Der Autor hat deutlich Jugendlichen zugehört und erkennt auch die Worthülsen der Gegenseite genau. Die Übersetzung von Annette Kopetzki fängt den Ton geschickt ein, zeigt sich sensibel gegenüber dem häufig wechselnden Rhythmus von Sprechen, Erzählen, Fühlen und vermittelt Frascellas unterliegenden Appell an die Leserinnen ohne Einschränkung.“
Magali Heißler, TITEL kulturmagazin, 18.05.2015

Edmondo De Amicis
Istanbul. Hauptstadt der Welt

Corso-Verlag, Hamburg 2014

„Nun hat der Hamburger Corso-Verlag ausgewählte Istanbul-Erzählungen von Edmondo De Amicis in einer Neuübertragung ins Deutsche herausgegeben. Entstanden ist ein schönes, leinengebundenes Buch mit 45 historischen Fotografien. Die Übersetzerin hat das Italienisch des Originals in ein so formvollendetes Deutsch übertragen, dass die Lektüre zum Genuss wird.“
Marian Bremer, NZZ, 08.01.2015

Erri De Luca
Fische schliessen nie die Augen

Roman, Graf Verlag, München 2013

„De Luca, der in Italien ein Bestsellerautor ist und vor allem in Frankreich große Erfolge feiert, verwendet eine spröde, einfache Sprache mit bildhaften Vergleichen, wenige Male schlägt er einen hohen Ton an und wagt ein gewisses Pathos, was eine Spur zu manieriert wirkt. Aber das sind nur kurze Momente. Immer wieder tauchen dialektale Formulierungen auf, die die Übersetzerin Annette Kopetzki mit sicherem Instinkt im Original belassen hat und dann ins Deutsche überträgt. Auf diese Weise blitzen Überbleibsel aus einer anderen Zeit auf, Anker im Meer der Erinnerung.“
Maike Albath, Deutschlandradio Kultur, 11.11.2013

„… und so muss auch die Übersetzung von Annette Kopetzki gewürdigt werden, die Passagen mit neapolitanischem Dialekt im Original belässt und erst dann ins Deutsche überträgt. Sie erfasst gekonnt De Lucas feine Stimme. Einmal sagt der Junge über die Sätze eines Fischers: ‚Als er sie sagte, waren sie einzelne Felsen und dazwischen viele Wellen.‘ Und das gilt auch für den Roman, ein poetisches Stück Kindheitsliteratur mit wunderbaren Bildern.“
Focus online, 20.11.2013

„Der Roman ist eine wundervolle Parabel auf eine unbeschwerte Kindheit am Vorabend der Pubertät. Den einsilbigen Fischern verpasst De Luca eine verschlossene neapolitanische Prosa, deren Ton in Annette Kopetzkis Übertragung glänzend getroffen wird.“
Sebastian Fischer, Echo, 25.11.2013

Christian Frascella
Sieben kleine Verdächtige

Roman, Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt 2013

„Leichtfüssg switcht Frascella zwischen unterschiedlichen Erzählperspektiven hin und her, erzählt mit viel Ironie und gros­sem Herz bis zum furiosen Showdown. Dazu gibt's quicklebendige Dialoge, handfeste Schlägereien, Wortwitz und Situa­tions­ko­mik. So ist es trotz einiger Längen am Ende ein tolles Buch, kongenial übersetzt.“
Marion Klötzer, Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien

Sylvia Schwab, Deutschlandradio Kultur, 25.09.2013 (Beitrag hören)

„Es ist nicht nur die Handlung mit dem Bankraub von sieben 12-Jährigen eine bizarre wie gelungene Idee, die mich für das Buch eingenommen hat – es sind darüber hinaus die vielen Nebenhandlungen, die einen in die Seelen der Figuren führen. All das wirkt so mühelos – schelmenhaft, liebevoll und reflektierend zugleich – erzählt, dass man das als große Kunst ansehen kann. Auch mit seinem zweiten ins Deutsche übersetzten Buch bleibt Christian Frascella für mich eine der wichtigsten Entdeckungen der letzten beiden Jahre. Der italienische Autor bringt lange vermissten frischen Wind in die Jugendliteratur. Für mich ist ‚Sieben kleine Verdächtige‘ bisher das beste Jugendbuch des Jahres.“
Ulf Cronenberg, Jugendbuchtipps.de, 23.08.2013

Mario Desiati
Zementfasern

Roman, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2012

„In diesem Zusammenhang sei auch die bemerkenswerte Übersetzung erwähnt. Man merkt die Sorgfalt, mit dem die Übersetzerin Annette Kopetzki sich dem Buch und der Thematik genähert hat. Ich weiß nicht, wie sie es gemacht hat, aber sie hat es geschafft, dem Buch auch auf Deutsch eine italienische Sprachfärbung zu geben. Man meint förmlich, die italienische Sprachmelodie während des Lesens zu hören.“
Britta Langhoff, Revierpassagen, 24.11.2012

„Mario Desiati war einer der Anwärter des wichtigsten italienischen Literaturpreises Premio Strega. Jetzt liegt auch sein Buch ‚Ternitti‘ in einer exzellenten Übersetzung vor.
Augenmerk verdient die nun vorliegende Übersetzung ins Deutsche von Annette Kopetzki: Bestechend die gewissenhafte Nähe zum Original in der Syntax, vor allem aber eine ausgesprochen gelungene, virtuose Ausdifferenzierung des sprachlichen Registers. Dadurch wird insbesondere der poetische, streckenweise betont sinnliche Charakter des Romans fassbar. Außerdem führt ein versierter Umgang mit Wortneuschöpfungen und dialektalen Textstellen zum Eindruck einer insgesamt sensiblen, sehr gut lesbaren, fast schon ‚dynamischen‘ Übertragung. Dem Leser ermöglicht das eine bereichernde, informative wie gleichzeitig emotional fesselnde Lektüre.“
Katrin Schmeißner, literaturkritik.de Nr. 10, Oktober 2012

Erri De Luca
Montedidio

Roman, Graf Verlag, Berlin 2012 (Neuausgabe von Ich bin da)

„… de Lucas in seiner Heimat bekanntester Roman ‚Montedidio‘, der 2001 erschien und nun in einer neuen, grandiosen Übersetzung von Annette Kopetzki auf Deutsch vorliegt.“
WAZ, 17.8.2012

„Erri De Lucas Roman besticht durch seine Atmosphäre. Die knappen Kapitel entfalten eine spröde Poesie und vermitteln den Charakter Neapels, ohne je ins Folkloristische zu kippen. Wie bunte Fäden in einem Teppich sind neapolitanische Redeweisen eingewoben: ‚'A Iurnata e 'nu muorzo‘, ‚ein Tag ist schnell gegessen‘, lautet eine Lebensweisheit von Meister Errico. ‚Quanno è pé vizio, nun è peccato‘, heißt es unter den Gassenbewohnern, ‚Was ein Laster ist, ist keine Sünde‘.
Dass die Übersetzerin Annette Kopetzki diese Sprüche im Original zitiert und dann ins Hochdeutsche überträgt, verleiht dem Text einen ganz eigenen Charme. Das Italienische sei still und man könne den Tag in ihm aufbewahren, beschreibt der Held sein Verhältnis zur Schriftsprache. Erri De Luca, 1950 in Neapel geboren, ehemaliger Linksextremist, Maurer und Lastwagenfahrer, landet mit seinen Romanen immer wieder auf den italienischen Bestsellerlisten und ist auch in Frankreich extrem erfolgreich. Mit seiner Heimatstadt bis ins Innerste vertraut, liegt ihm jede Form von Sozialromantik fern.“
Maike Albath, Deutschlandradio Kultur, 2.10.2012

„Erri De Lucas poetischer Roman ‚Montedidio‘, der 2001 in Italien erschienen ist, liegt nun wieder in deutscher Sprache vor - in der nuancenreichen, überarbeiteten Übersetzung von Annette Kopetzki.“
Johannes von der Gathen, dpa, 31.7.2012

Christian Frascella
Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe

Roman, Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt/M. 2012

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013

„In seinen besten Momenten lässt Frascella seinen Helden so reden, als steckte eine geladene Knarre in seiner Hosentasche. Dass diese aufgesetzt coole Sprechweise auch auf Deutsch eine gewisse Kraft entfaltet, liegt an der glänzenden Übersetzung von Annette Kopetzki, der kein Jugendslang Italiens fremd ist.“
Maike Albath, Süddeutsche Zeitung, 18.7.2012

„Kaum ein Coming-of-age-Roman mit einem männlichen, wütenden Ich-Erzähler, der ohne den Vergleich zu J.D. Salingers ‚Fänger im Roggen‘ auskommt. Hier passt es aber perfekt: Wegen der Unmittelbarkeit und Heftigkeit der Sprache, wegen der Zerrissenheit und Verlorenheit des Protagonisten. Intensiv geschrieben.“
Karoline Laarmann, WDR 1LIVE, 28.2.2012

Der Romanheld erzählt schnoddrig, salopp, flapsig, frech, respektlos, aber immer unglaublich witzig. Dann wieder lakonisch und knapp. Aber er ist - und das macht das Buch zu einem unglaublichen Lesegenuss - unheimlich intelligent, sehr wortgewandt und schwankt zwischen sehr komischen und sehr poetischen Bildern.
Sylvia Schwab, hr2-kultur, 27.3.2012

(s.a. ARD Mediathek)

Andrea Camilleri
Die Münze von Akragas

Roman, Nagel & Kimche, Zürich 2012

„Das Amalgam aus historischen Fakten und erzählerischer Phantasie ist elegant übersetzt, ein reines Lesevergnügen.“
SPIEGEL, 16.7.2012

„Ein Geschenk von nicht messbarer Kostbarkeit ist auch diese Story, diese im Tonfall goldige, in ihrer Wahrhaftigkeit erdige sizilianische Miniatur.“
Jens Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung, 16.7.2012

„Camilleri zeichnet mit seiner kargen, unprätentiösen Sprache ebenso spannende wie atmosphärisch dichte Szenen. Ihm gelingt mit wenigen Worten das Arrangement von prägnanten Charakteren innerhalb einer klaren Handlung. Diesen minimalistischen Stil fängt die Übersetzung von Annette Kopetzki wunderbar ein und transportiert ihn passgenau ins Deutsche.“
Patrick Wichmann, LITERATURKRITIK.DE, Nr. 4, April 2012

Pier Paolo Pasolini
Afrika, letzte Hoffnung

Vorgestellt von Peter Kammerer, aus dem Italienischen von Annette Kopetzki und Dorothea Dieckmann
„corso libri“, Groothuis, Lohfert Verlagsgesellschaft, Hamburg 2011

„Damals bereiste Pasolini Kenia, Tansania und andere junge Staaten. Nun liegen seine brillant übersetzten Gedichte und dramatischen Entwürfe erstmals auf Deutsch in einem Sammelband des Corso-Verlags vor.“
Bartholomäus Grill, DIE ZEIT, 21.11.2011

Roberto Alajmo
Es war der Sohn

Roman, Hanser Verlag, München 2011

„… eine brillante Mischung aus Psychogramm, Milieustudie und Familienporträt.“
Maike Albath, Deutschlandradio Kultur, 11.7.2011

Erri De Luca
Der Tag vor dem Glück

Roman, Graf Verlag, München 2010

„Sein Ton ist biblisch-franziskanisch, der Stil oft lyrisch. Die Übersetzung von Annette Kopetzki verwebt geschickt neapolitanische Tonfälle und Wortspiele, teils im Original, teils in ingeniösen Nachbildungen in den Text.“
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 22.11.2010

„Ein Waisenkind in den Gassen von Neapel. Ein Fußball. Ein Topf Suppe. Der Blick eines Mädchens irgendwo oben hinter dem Vorhang. Das ist alles. Daraus macht Erri de Luca große Literatur. Und es gelingt ihm, weil er eine ganz wunderbare, einzigartige Sprache zur Verfügung hat, die einfach ist, reduziert, sehr genau, flirrend schön, überraschend und weise.“
Denis Scheck, ARD: Druckfrisch, 26.9.2010

„Erzählt wird eine Geschichte, die in Neapel in den Tagen nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt. Der Ich-Erzähler wächst ohne Eltern auf, Don Gaetano, der Hausmeister, zieht ihn groß. Das Verhältnis der beiden ist geprägt von einer würdevoll distanzierten Großherzigkeit, die in der Übersetzung von Annette Kopetzki elegant erhalten bleibt. Zum Beispiel, indem sie den Jungen seinen väterlichen Freund mit der im Deutschen ungebräuchlichen, althergebrachten Anredeform des Ihr und Euch ansprechen lässt.“
Annemarie Stoltenberg, Hamburger Abendblatt, 4.11.2010

Pier Paolo Pasolini
Rom, andere Stadt

Ausgewählt und übersetzt von Annette Kopetzki und Theresia Prammer
„corso libri“, Groothuis, Lohfert Verlagsgesellschaft, Hamburg 2010

Premio Nazionale per la Traduzione

„Von Theresia Prammer und Annette Kopetzki in eine einmal schwebende, einmal zupackende Sprache übersetzt und mit einem klugen Nachwort von Dorothea Dieckmann versehen, bietet die Sammlung einen faszinierenden Querschnitt durch Pasolinis römisches Leben. ‚Rom, andere Stadt‘, ergänzt durch Fotografien von Herbert List, vermittelt durch die gelungene Auswahl der Herausgeberinnen einen Eindruck von der Vielfalt Pasolinis und von seiner Arbeitsweise.“
Maike Albath, Neue Züricher Zeitung, 25.1.2011

„Die kurzen Prosatexte, Auszüge aus Briefen und Gedichten, von Annette Kopetzki und Theresia Prammer klug ausgewählt und leichtfüßig übersetzt, liefern einen Querschnitt seiner römischen Erfahrungen.“
Maike Albath, Deutschlandradio Kultur, 2.10.2010

„Das neu erschienene Buch ‚Rom, andere Stadt. Pier Paolo Pasolini‘ zeugt von Pasolinis Leidenschaft für die ‚grande metropoli populare‘ und seiner pathetischen Trauer über die Veränderungen. Gedichte, Geschichten, Interviews und Auszüge aus Tagebüchern sind in dem Buch zu finden. Zusammen mit den Schwarz-Weiß-Fotografien von Herbert List fügen sie sich zu einem großartigen Romporträt der Fünfzigerjahre.“
Cornelia Wolter, Frankfurter Rundschau, 30.10.2010

„Aus den bisher nicht ins Deutsche übersetzten Texten haben er und die feinfühligen Übersetzerinnen Annette Kopetzki und Dorothea Dieckmann einen Schatz gehoben.“
Welt Online, 26.6.2011

Außerdem: Sendung Diwan auf Bayern 2 am 30.10.2010

Monaldi & Sorti
Die Entdeckung des Salaì

Roman, Kindler, Reinbek 2009

„Schwer zu sagen, was man mehr bewundern soll: den lockeren, schlüpfrig-amüsanten, (übrigens großartig übersetzten) Jargon des Erzählers Salaì oder den akribisch recherchierten historischen Hintergrund dieses mitreißenden Krimis? Der Nebel diffuser Intrigen und Verschwörungstheorien verdichtet sich zwar zusehends, die Spekulationen über eine geheime Straßburg-Connection oder über den venezianischen ‚Rat der Zehn‘ hören sich immer fantastischer an - doch die Anmerkungen des Autoren-Duos lassen keinen Zweifel an der Echtheit dieser damals heiß diskutierten Thesen und Traktate aufkommen. Keine Frage, das Duo Monaldi/Sorti hat sich mal wieder gesteigert und mit diesem Band einen extrem unterhaltsamen, großen Wurf geliefert.“
Peter Münder, Titel-Magazin, 19.9.2009

Pier Paolo Pasolini
Die lange Strasse aus Sand

Edel Edition, Hamburg 2009 (zusammen mit Christine Gräbe)

Vorabdrucke in der ZEIT (10.9.), im MERIAN (16.9.) und im SPIEGEL (16.9.)

„‚Ein bewegender Sommer‘ und ein bewegender Text, in den die ZEIT Einblick gewährt. Nein, früher war nicht alles besser (…) Pasolinis Text aber ist in seiner gelungenen Übersetzung ein wahrer Lesegenuss. Der poetische Zugang zu einer Landschaft bleibt stets aktuell (…) Und überhaupt, die Zeiten: Wie oft ist das reisejournalistische Präsens eine der unangenehmsten Aufdringlichkeiten, und wie präzise und leicht gelingt hier eine filigrane Staffelung der Tempora.“
ZID Reise, 10.9.2009

„Pasolinis Text allein ist schon hinreißend bildstark. Impressionistisch flirrend, erzeugt er trotz seines Alters ein Gefühl reiner Gegenwart.“
Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel, 18.9.2009

Ottavio Cappellani
Habe die Ehre! Eine Mafia-Komödie

Roman, Rowohlt, Reinbek 2009

„Cappellani, Jahrgang 1969, Spross einer adligen Familie, Verfasser mehrerer Theaterstücke und Romane, liefert mit ‚Habe die Ehre!‘ literarisch virtuosen Mafia-Klamauk und zeichnet zugleich ein bitterböses Gesellschaftsporträt seiner Insel. Die unterschiedlichen Milieus dieses Romans kann man ins Deutsche transportieren, wenn man eine so großartige Übersetzerin wie Annette Kopetzki ist. Sie hat das ganz hervorragend gemacht. Cappellani arbeitet im Original mit sehr vielen dialektalen Einsprengseln oder er benutzt englische Ausdrücke und hat dadurch ein sehr vielschichtiges Italienisch. Sie schafft es, wirklich ganz unterschiedliche Gruppensprachen, Soziolekte, zu prägen. Oder sie schafft es, diesen Vanity-Fair-Trash-Speak der Tochter, der grammatisch gar nicht aufzulösen ist, in etwas Neues zu überführen. Es gibt diese sehr deftige Mafia-Sprache und so einen historisierenden Shakespeare-Slang oder, ganz wunderbar, dieses Intellektuellengeschwätz, was der Regisseur und seine Mitarbeiter ausprobieren. Und das alles bringt sie in ein wunderbares Deutsch und es wirkt wie ein sehr virtuos gestalteter, vielschichtiger deutscher Roman, der eben in vielen verschiedenen Milieus spielt. Und dass das so rasant ist und so viel Schwung und Verve hat, das ist wirklich auch dieser Übersetzung zu verdanken, und allein das macht die Lektüre unbedingt notwendig.“
Maike Albath, Deutschlandradio Kultur, 8.5.2009

Benedetta Craveri
Königinnen und Mätressen. Die Macht der Frauen

Hanser, München 2008

„Mit einer ausführlichen Bibliographie, Anmerkungen und einem äußert nützlichen Stammbaum sorgfältig ediert und von Annette Kopetzki in ein elegantes und leicht dahin fließendes Deutsch übertragen, gelingt Benedetta Craveri mit Königinnen und Mätressen ein vielschichtiges Gesellschaftsporträt, das zahlreiche weniger bekannte Figuren der französischen Geschichte zu Tage fördert.“
Maike Albath, Deutschlandfunk, 6.4.2008

Monaldi & Sorti
Die Zweifel des Salaì

Roman, Kindler, Reinbek 2008

„‚Die Zweifel des Salaì‘ ist nicht nur ein Historienkrimi auf dem Niveau von Ecos ‚Name der Rose‘, sondern auch ein grobianistischer Lesegenuss. Wie Monaldi/Sorti mit absichtlich mangelhafter Orthographie im ungebildet-pornographischen Tonfall ihres Erzählers die hehre Welt von Kopernikus und Leonardo konterkarieren, ist selber ein Meisterstück der stilistischen Fälschung; ahmen sie damit doch den Schelmenroman von Renaissance und Barock nach, der über Italien hinaus mit Rabelais, Cervantes, Grimmelshausen gewaltige Meisterwerke hinterließ. Dass die beiden Autoren bei allem Hohngelächter über die Überlieferung die literarische Tradition hochschätzen, machen die stilistische Meisterlichkeit und die genau kalkulierte Komik von ‚Die Zweifel des Salaì‘ sonnenklar.“
Dirk Schümer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2008

Alessandro Baricco
Diese Geschichte

Roman, Hanser, München 2008

„Als ob es Krisen, Selbstzweifel und Freitodreflexe des Romans nie gegeben hätte – hier wird mit Wollust fabuliert (…) Baricco bietet damit höchst anspruchsvolles und unterhaltsames Sprachkino. Es ist zugleich ein vitaler Versuch, mit der Illusionsmacht des Wortes sich gegen die Bildherrschaft des Films zur Wehr zu setzen.“
Winfried Wehle, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9.5.2008

„… sein eleganter Stil, sein Gefühl für Sprache und Erzählperspektiven haben ihm viele treue Leser und die Achtung der Literaturkritik eingebracht (…) Baricco wechselt die Perspektiven, springt durch Zeiten und Kontinente und von einer Sprachmelodie in die andere. ‚Diese Geschichte‘ ist ein großartiges Buch, mit leichter Hand komponiert.“
Lilo Solcher, Augsburger Allgemeine Zeitung, 4.6.2008

„‚Diese Geschichte‘ ist merkwürdig im besten Sinne: Sie werden staunen, sich immer wieder wundern über seine Wendungen. Und der Klang seiner Sprache wird weiter in Ihrem Kopf wirken.“
Angela Wittmann, BRIGITTE, 8.2.2008

„Baricco wagt sich an schwierige Themen, denen er seine wunderbar poetische Sprache entgegensetzt. Daraus ist ein vielschichtiger Roman entstanden, der mit seinen oftmals unerwarteten Wendungen immer wieder zu überraschen vermag.“
Susanne Weiler, Berliner Literaturkritik, 30.7.2008

Monaldi & Sorti
Veritas

Roman, Kindler, Reinbek 2007

„… dass auch Ugolino wieder dabei ist und in seinem herrlichen Kauderwelsch den Komikanteil des Buches verstärkt, beglückt diejenigen, die sich in die Sprachkünste dieses schmutzstarrenden Unterweltlers verguckt haben. Anlass auf die Sprachkünste der Übersetzerin einzugehen. Wie Annette Kopetzki dem Weanerischen Gestalt gibt und die sozialen und historischen Differenzierungen in der Sprache zum Tragen bringt, das ist schon hohe Übersetzerkunst.“
Claudia Schulmerich, Weltexpress, 25.9.2007

Milena Agus
Solange der Haifisch schläft

Roman, Klett-Cotta, Stuttgart 2007

„‚Solange der Haifisch schläft‘ offenbart eine wunderbare, reine und unverfälschte Erzählkunst, die dank der hervorragenden Übersetzung von Annette Kopetzki unverfälscht und authentisch dem deutschsprachigen Leser übermittelt wird.“
Heike Geilen, literature.de – Das Literaturportal, 14.8.2007

„Milena Agus erzählt das alles in ganz kurzen, intensiven (adäquat übersetzten) Kapiteln. Fazit: Eindringliches Romandebüt einer großen Erzählerin.“
Konrad Holzer, Buchkultur, Juni 2007

Gaetano Savatteri
In der Sache Maddalena Pancamo

Roman, Klett-Cotta, Stuttgart 2006

„Savatteri webt in seinem eindrücklichen Roman ein faszinierendes, dichtes, aber immer einleuchtendes Gespinst aus Ereignissen verschiedener Zeitebenen (...) Wie der Autor meisterhaft alle Fäden zusammenführt, mit erstaunlicher Stilsicherheit und mannigfachen Referenzen an die großen Dichter Siziliens, das macht Savatteris Buch zu einem gleichzeitig spannenden und intelligenten Lesevergnügen.“
Der Bund, Bern, 2.12.2006

„… darüber hinaus ist der Roman auch sprachlich konsequent und originell gehalten.“ (es folgen Zitate aus der Übersetzung)
Mike Markart, “Observer“, Bücherschau, November 2006

Giuseppe Bonaviri
Die blaue Gasse. Eine sizilianische Kindheit

Roman, C. H. Beck, München 2006

„Mit seinem elegischen Alterswerk, das eine im schönsten Sinne naive Gesellschaft beschreibt, hat Bonaviri der entschwindenden Welt seiner Herkunft ein Denkmal gesetzt. Auf zauberhafte Weise versetzt uns der 1924 geborene Sizilianer in diese Zeit, wofür auch seiner souveränen Übersetzerin Annette Kopetzki Dank gebührt.“
Oliver Jungen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.3.2006

„Große Literatur, bildmächtig und poetisch, hervorragend übersetzt von Annette Kopetzki“
Ostthüringer Zeitung, 1.7.2006

„Ein zutiefst erschütterndes und doch wundersames , ein trauriges und verzauberndes Buch, dessen atmosphärischen Reichtum man ungern verlässt. Wahrhaft große Literatur, ein von Annette Kopetzki hervorragend ins Deutsche übertragener Erinnerungsreigen.“
Alexander Kluy, Buchkultur, Oktober/November 2006

„Und es bleibt bei aller liebevollen, wehmütigen Versenkung in Szenen längst zurückliegender Kindheitstage auch erfrischend nüchtern, manchmal unsentimental, gelegentlich sogar ungeniert schamlos. Für diese manchmal vielleicht delikaten Passagen seiner Kindheitserinnerungen hat die Übersetzerin Annette Kopetzki auch genau die richtigen, manchmal notwendigerweise derben deutschen Wörter gefunden.“
Carl Wilhelm Macke, Lesart, Heft 1, Frühjahr 2006

„Eine Fülle von Pflanzennamen skandiert die von Annette Kopetzki mit Feingefühl übersetzte Prosa Bonaviris: Affodillen, Senfgras, Bergmelisse, Borretsch, Therebintensträucher, Oleaster, Seifenkraut …“
Maike Albath, Neue Züricher Zeitung, 3.8.2006

„Bonaviri bannt in einem von Annette Kopetzki hervorragend übertragenen lyrischen Stil, durchflochten von drastisch-naiven Episoden, ein knechtend hartes, prämodernes Leben. Wahrhaft große Literatur.“
Aky, Rheinischer Merkur, 22.6.2006

„Am Anfang der Lektüre steht das Staunen über die Leistung der Übersetzerin Annette Kopetzki: Diesen Wortschatz, etwa Dutzende Blumen- und Pflanzennamen, Bezeichnungen für bäuerliche Geräte und Tätigkeiten, wünschte man sich in der eigenen Muttersprache.“
Sylvia M. Patsch, Die Furche, 14.4.2006

Erri De Luca
Ich bin da

Roman, Rowohlt Verlag, Reinbek 2004 (Neuausgabe: Montedidio)

„Dass sich der Autodidakt De Luca intensiv mit dem Jiddischen und dem Hebräischen beschäftigt und seit einigen Jahren aus der Bibel übersetzt, spürt man in seinen Romanen. Die feinen Unterschiede zwischen italienischen und neapolitanischen Sprachelementen beschreibt der Chronist in durchkomponierten Szenen. Dem Neapolitaner Erri De Luca gelingt eine dichte Beschreibung, die der Verwandtschaft von Wörtern und Elementargeistern auf der Spur ist.“
Jutta Person, Süddeutsche Zeitung, 26.4.2004

„Rezensent Steffen Richter sieht subtile Qualitäten in Erri De Lucas neuem Buch: ‚Nicht alles ist in diesem Roman so klar, wie es scheinen will.‘ Auch wenn Gut und Böse unter den Charakteren deutlich verteilt seien, so werde doch das ‚poetische Funkeln‘ des Romans von Mehrdeutigkeiten durchzogen, die ‚hinter der manichäischen Fassade‘ schillerten. Besonders lobt Richter wie dem Neapolitaner De Luca das Italienisch zur ‚Kunst-Sprache‘ werde.“
Perlentaucher, Notiz zur NZZ-Rezension vom 6.7.2004

Laura Pariani
Sehnsucht nach Orta

Roman, München, Verlag C. H. Beck, 2002

„Laura Pariani wechselt in den Erinnerungen Nietzsches an Lou und an Orta kunstvoll die Erzählperspektive (...) sie findet den Ausweg in der Schönheit ihrer Sprache, in der Erzählung vom Leiden, im Glück des Schreibens.“
Harald Loch, Mitteldeutsche Zeitung, 9.10.2002

Laura Pariani
Das Schwert und der Mond

Roman, Berlin 1998, Verlag Klaus Wagenbach

„In dreizehn Nachtwachen hat die Autorin diesen Roman aufgebaut, in der verschiedene Icherzähler von und über Garcilaso reden - und so einen Chor bilden, der wie in einem antiken Stück den Rahmen der Handlung absteckt. Laura Pariani entwickelt dabei einen ganz eigenen Ton, der dieses Buch trägt wie eine harmonische Grundlage (und der von Annette Kopetzki wunderbar im Deutschen wiedergefunden wird).“
Henning Klüver, Süddeutsche Zeitung, 7.10.1998

„Die italienische Autorin war bislang eher mit dialektgefärbten Erzählungen aus ihrer lombardischen Heimat aufgefallen, bevor ihr mit diesem Roman ein überraschend dicht geschriebenes Buch gelang, das von Annette Kopetzki einfühlsam übersetzt worden ist.“
Denis Scheck, Deutschlandfunk: Büchermarkt, 13.7.1998

„In einer poetisch dichten Sprache gelingen Pariani zahlreiche Episoden, die Garcilaso Zerrissenheit zwischen der Welt der indianischen Ahnen und derjenigen der Spanier veranschaulichen.“
Sandro Benini, Neue Züricher Zeitung, 3.9.1998

Alessandro Barbero
Karl der Grosse. Vater Europas

Klett-Cotta, Stuttgart 2007

„Erfrischend ist dieses Buch nicht nur wegen der ungeschminkten Darstellung des Frankenreichs unter Karl dem Großen, sondern auch, weil Barbero sehr anschaulich, flott und ohne jede Pedanterie schreibt. Puristen mögen sich an manchen Formulierungen stören, alle anderen werden sich freuen, dass es dem Autor (und der Übersetzerin) geglückt ist, einen mehr als tausendjährigen Mythos in moderner, eingängiger Sprache zu erzählen.“
Christian Jostmann, Süddeutsche Zeitung, 24.8.2007

„Dieses Buch ist eine ansprechende Einführung für den historisch interessierten Laien, zahlreiche Quelltexte werden in flüssiger Übersetzung in den Text eingeflochten, auf 400 Seiten werden die historischen Fakten unterhaltsam und erhellend aufbereitet.“
e-politik.de, 21.11.2007

Norberto Bobbio
Vom Alter - De senectute

Berlin 1997, Verlag Klaus Wagenbach

„Es ist ein glasklares, unprätentiös schlichtes, beispielhaft nüchternes Buch, melancholisch zuweilen, trotzdem nicht depressiv, sondern von einem humanen Humor durchwärmt. Es gibt keine falschen Töne.“
Ludger Lütkehaus, Südwestfunk Kultur: Buchzeit, 13.10.1979